Stadthaus, Schweiz, Winterthur

Stadthaus, Winterthur, Schweiz

Wissenswertes

Das Stadthaus ist Regierungssitz des Winterthurer Stadtrats. Das 1869 vollendete repräsentative Stadthaus ist eines der bedeutendsten Werke des Architekten Gottfried Semper und gilt als eines der herausragendsten Werke des Historismus in der Schweiz.

Das momunentale Sandsteingebäude besitzt eine zum ersten Stock führende klassisizistische Freitreppe. Das Stadthaus umfasste bis zu seinem Ausbau fünf, nach seinem Ausbau in den 1930er-Jahren sieben Fensterzeilen. Die Fassade des Erdgeschosses ist im rustizierten Stil gehalten. Der Mittelbau des Stadthaus erinnert an einen korinthischen Tempel mit vier Säulen.

Als Giebelfiguren befinden sich auf der Südseite die Vitodura genannte griechische Göttin der Gerechtigkeit und Winterthurs Schutzherrin Nemesis und auf dem Nordgiebel die griechische Gottheit der Weisheit Athene, jeweils flankiert von zwei Greifen auf jeder Seite.

Das Stadthaus musste bei seiner Erbauung auch zu bereits bestehenden Bauten an der Stadthausstrasse passen wie das Altstadt-Schulhaus und das Museum Oskar Reinhart (damals Knabengymnasium).

Der frühere Gemeindesaal wird seit 1934 als Konzertsaal genutzt, in dem regelmässig Konzerte des Orchesters Musikkollegium Winterthur stattfinden. Auch im Stadthaus befinden sich das Stadtarchiv und die Stadtkanzlei von Winterthur. Des Weiteren sind auch Büros des Stadtpräsidenten und der Stadträte für die Departamente «Finanzen» und «Sicherheit und Umwelt» im Gebäude untergebracht.

Geschichte

1863 beschloss das von den Demokraten regierte Winterthur den Bau eines repräsentativen Stadthauses. Das Projekt des Architekten Semper wurde 1865 bis 1869 erbaut. Am 30. Oktober 1870 fand die erste Bürgerversammlung im heutigen Konzertsaal statt. Der Vorplatz mit dem klassizistischen Brunnen wurde 1871 vom Stadtbaumeister Karl Wilhelm Bareiss erbaut.

1915 musste man aus Sicherheitsgründen die nicht witterungsbeständigen Giebelfiguren wieder entfernen, diese wurden dann auch 1932–1934 bei der Erweiterung des Stadthaus durch Architekt Leberecht Völki um zwei weitere Fensterzeilen nach hinten nicht ersetzt. 2003 bis 2007 wurde die Fassade des Gebäude renoviert, 2005 und 2007 wurden auch die neu erstellten Giebelfiguren wieder aufgesetzt.

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Fotograf
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Ikiwaner / CC-BY-SA-3.0

Eckdaten

Gebäude / Bauwerk
Winterthurer Stadthaus
Stadthausstrasse 4A
8400 Winterthur, Schweiz

Haltestelle:
Bus (3,10): Bezirksgebäude
Bus (2, 3, N68, 3;5;14;N65): Gewerbeschule
Oberleitungsbus (2, 1): Winterthur, Hauptbahnhof
Öffnungszeiten:
k. A.
Eintrittspreise:
k. A.